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Ries Rallye Nördlingen 2004 |
Bericht der "Rieser Nachrichten" vom 30.Aug.2004: Den Renault regelrecht zum Sieg geschoben (dtm). Am vergangenen Wochenende fand bereits zum neunten Mal die "RAMC Ries Rallye Historic" in und um die alte Reichsstadt Nördlingen statt. Gesamtsieger wurde das Team Josef Höltl/Thomas Mostegel aus Ruderting/Dorfen auf einer 1974er Renault Alpine A 110 unter 80 Teilnehmerautos aus den Baujahren 1930 bis 1979. Die technische Abnahme am Freitag Nachmittag ließ bei den Hauptverantwortlichen der Rallye, Erich Pfleiderer, Michael Hertle und Harald Schäff, die Hoffnung aufkeimen, dass der Wettergott für die Rallyetage ein Einsehen mit den Cabriofahrern haben würde. So kam es dann auch: Schönster weiss-blauer bayerischer Himmel verfolgte die Teilnehmer auf ihrer Strecke durch den ganzen Landkreis Donau-Ries und die angrenzenden Gebiete. Oldtimer mit Wehwehchen Zunächst sah es nämlich gar nicht danach aus: Das Ehepaar Rosbach, Gesamtsieger der "Heidelberg Historic" dieses Jahres, auf Porsche 356 B, Eberhard und Carolin Blumenstock, die Vorjahressieger der Ries Rallye, und die anderen Favoriten setzten sich am Freitag bei der Nachtprüfung in Schweindorf mit den anderen Favoriten an die Spitze des Feldes. Höltl/Mostegel befanden sich nur auf Platz neun nach dem ersten Tag. Am Samstag, bei der zweiten Wertungsprüfung (WP) auf der Bergstrecke in Hürnheim, die einige anspruchsvolle Raffinessen in der Aufgabenstellung für die Piloten und vor allem für die Beifahrer enthielt, fingen sich einige auch erfahrene Teams entscheidende Strafzeiten ein. Dennoch verteidigten die Rosbachs ihre Führung souverän. Mit vorne platzierten sich auch schon Vater und Sohn Rainer und Julian Rauscher aus Esslingen ebenfalls auf Renault Alpine. Der 15-jährige Julian bewies hier sein enormes Gespür für Zeiten und Fahrer; für ihn war die bestimmt schwierige Ries Rallye erst die dritte Veranstaltung als Co-Pilot in seinem Leben. Trotzdem dirigierte er den verständlicherweise sehr stolzen Vater am Ende auf den zweiten Platz im Gesamtklassement. Und dies mit nur einer Uhr - wenn man bedenkt, dass manch andere Teams mit fünf und mehr Funk- und Stoppuhren im Cockpit arbeiten, wahrlich eine Klasseleistung. Der Hürnheimer Berg stürzte
dann die ersten Titelaspiranten: Die Blumenstocks hatten an einer Bergauf-Lichtschranke
Schaltprobleme,
konnten so in der Folge
ihre vorgegebenen Zeiten nicht exakt erreichen und kassierten auch noch
zehn Strafsekunden, die dann nur noch zum 21. Platz reichten. Nach der Mittagspause im
Dehner Blumenpark in Rain sollte die WP in Mertingen die Wende bringen.
Mit der besten Leistung aller Teams setzten sich die späteren
Sieger auf die Pole-Position, die sie auch beim abschließenden "Grand Prix
von Nördlingen" vor mehreren tausend Zuschauern in der zur Rallyestrecke
hergerichteten Altstadt rund um den Daniel nicht mehr abgaben.
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